Ratgeber Dysplasie

Pap-Befund verstehen: Was bedeuten Pap II, Pap III, Pap IIID und Pap IV?

Ihr Abstrich war auffällig? Das ist häufig und meist kein Grund zur Sorge. Hier erfahren Sie, was die Pap-Gruppen bedeuten und wie es weitergeht.

Was ist der Pap-Abstrich?

Beim Pap-Abstrich entnimmt Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt mit einem kleinen Bürstchen Zellen vom Gebärmutterhals. Im Labor wird geprüft, ob die Zellen verändert sind. Das Ergebnis wird in Gruppen von Pap I bis Pap V eingeteilt (Münchner Nomenklatur III). Der Abstrich dient der Früherkennung: Zellveränderungen werden entdeckt, lange bevor daraus Krebs entstehen könnte.

Die Pap-Gruppen im Überblick

  • Pap 0: Der Abstrich ließ sich nicht beurteilen und wird wiederholt.
  • Pap I: unauffällig.
  • Pap II-a: unauffällig, aber frühere auffällige Befunde. Die Routine-Vorsorge genügt meist.
  • Pap II-p / II-g / II-e: leicht veränderte Zellen (Plattenepithel, Drüsenzellen bzw. Gebärmutterschleimhaut). Meist harmlos, häufig wird eine Kontrolle empfohlen.
  • Pap III-p / III-g / III-e / III-x: Die Zellen sind nicht eindeutig zu beurteilen. Zur Abklärung wird meist eine Kolposkopie empfohlen.
  • Pap IIID1: leichte Zellveränderung (leichte Dysplasie). Bildet sich in vielen Fällen von selbst zurück; es wird kontrolliert.
  • Pap IIID2: mäßige Zellveränderung (mäßige Dysplasie). Hier wird in der Regel eine Kolposkopie empfohlen.
  • Pap IV (IVa-p, IVa-g, IVb): ausgeprägte Zellveränderung, eine Krebsvorstufe. Sie wird zeitnah mit Kolposkopie und Gewebeprobe abgeklärt und ist gut behandelbar.
  • Pap V: Verdacht auf bösartige Zellen. Hier ist eine rasche Abklärung wichtig.

„Pap 3d“, „Pap III d“ und „Pap IIID“ meinen übrigens dasselbe.

Wie geht es nach einem auffälligen Pap weiter?

Das hängt von der Pap-Gruppe, Ihrem Alter, dem HPV-Test und früheren Befunden ab. Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt richtet sich dabei nach den ärztlichen Leitlinien. Typisch sind:

  • eine Kontrolle des Abstrichs (oft zusammen mit einem HPV-Test) nach einigen Monaten, oder
  • eine Kolposkopie: Der Gebärmutterhals wird mit einer Art Lupe stark vergrößert betrachtet, bei Bedarf wird eine kleine Gewebeprobe entnommen. So läuft eine Kolposkopie ab.

Muss ich mir Sorgen machen?

Ein auffälliger Pap-Abstrich ist häufig und bedeutet keinen Krebs. Die meisten leichten und mäßigen Zellveränderungen heilen von selbst aus. Ausgeprägte Veränderungen werden so früh erkannt, dass sie gut behandelt werden können. Genau dafür gibt es die Früherkennung und die Dysplasiesprechstunde.

Abklärung in Mannheim

In unserer Dysplasiesprechstunde klärt Anja Stumpf, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe mit Kolposkopie-Diplom der AG-CPC, auffällige Befunde sorgfältig ab und erklärt Ihnen in Ruhe, was sie bedeuten. Mehr zur Dysplasiesprechstunde.

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Diese Informationen ersetzen kein ärztliches Gespräch. Ihren persönlichen Befund besprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Stand: November 2026.

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